Was genau ist ein Imagefilm

Der Imagefilm hat seinen Ursprung in der Industrie. Hier wurden kleine Filme, die sogenannten Industriefilme erstellt, z.B. mit der Absicht einen Sachverhalt oder ein Produktionsablauf Corporate-konform zu visualisieren.
Ein heutiger Imagefilm porträtiert, meist in werbender Absicht eine Institution, ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt. Früher wurden Imagefilme auf Messen oder Kundenmeetings etc. aufgeführt, heute eröffnet das Internet neue Möglichkeiten zur zielgruppengerechten Verbreitung. Ein gro- ßer Unterschied zwischen einem Werbespot und einem Imagefilm ist meist die Länge. Werbespots sind aufgrund der Kosten für die Ausstrahlung im Werbeblock kürzer als Imagefilme, die über andere Kanäle Verbreitung finden.
 
Werbefilm, Kunst und Kino beeinflussen sich seit jeher, vor allen wandert die Bildsprache von einem Medium ins andere. Im Imagefilm wird neben der Ästhetik nun auch die Erzählweise des Kinos eingesetzt. Die Kinoästhetik wird z.B. durch die Farbstimmung oder durch das Letterbox-Format erreicht. Die Kinoerzählweise ermöglicht die Entwicklung eines längeren Spannungsbogens. Aufgrund der längeren Dauer lässt sich vieles ansprechen, was auch im Plot eines Kinofilmes thematisiert wird. Einige Beispiele hierfür sind Liebe, Eifersucht, Verfolgungsfahrten, Träume, usw.
 
Die Spieldauer eines Imagefilms ist ausschließlich durch die Aufmerksamkeit der Zuschauer oder durch technische Parameter wie Streaming begrenzt, im Gegensatz zum Werbespot, der nur wenige Sekunden dauert. Ein großer Vorteil von Imagefilmen ist, dass sie nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, sondern genau ihre Zielgruppe ohne Streuverluste erreichen können. Der Imagefilm lässt sich in verschiedenen Formen verwenden. Unter anderen im Internet, auf Messen, in Kinos und auf diversen Veranstaltungen.
 
Die Entwicklung eines erfolgreichen Imagefilms ist stark abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z.B. einer professionellen Besetzung und eines überschaubaren Plots.