E-Learning mit Videos: Welche Agentur passt zu Ihrem Unternehmen?

Agenturen für E-Learning mit Videos im Vergleich: Leistungen, Anbietertypen, Kostentreiber und sieben Kriterien, mit denen Unternehmen die richtige Wahl treffen.

Inhaltsübersicht

Wer E-Learning mit Videos entwickeln lassen möchte, hat in Deutschland grob drei Arten von Anbietern zur Auswahl: Full-Service-Agenturen, die Didaktik, Videoproduktion, interaktive Module und Lernplattform aus einer Hand liefern, spezialisierte Videoproduktionen mit E-Learning-Schwerpunkt sowie Erklärvideo-Studios, die vor allem animierte Filme produzieren. Welche Agentur die richtige ist, hängt weniger vom Showreel ab als von drei Fragen: Sollen die Videos nur erklären oder auch prüfen und nachweisen? Wie viele Standorte, Sprachen und Zielgruppen müssen erreicht werden? Und wer kümmert sich um Aktualisierungen, wenn sich Vorschriften oder Prozesse ändern? Dieser Vergleich stellt die Anbieter vor, die bei der Suche nach einer Agentur für E-Learning mit Videos regelmäßig auftauchen, und zeigt, woran Unternehmen die passende Wahl festmachen.

Thinkmedia
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Lernvideos, die im Arbeitsalltag wirken
Thinkmedia verbindet Videoproduktion mit Didaktik, interaktiven E-Learnings und Lernplattformen für verständliche Schulungen aus einer Hand.

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Kurz gesagt

  • Full-Service-Agenturen wie Thinkmedia verbinden Lernvideos mit interaktiven E-Learnings, Zertifikaten, Reporting und Lernplattform. Das passt zu Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden, Pflichtschulungen und mehreren Standorten.
  • Videoproduktionen und Erklärvideo-Studios wie QREATE, Visual Epoché, Karacho oder Die Erklärvideo Agentur sind stark im Film selbst, die didaktische Einbettung und die technische Anbindung an ein LMS müssen Sie aber häufig selbst organisieren.
  • Der größte Kostentreiber ist nicht das Video, sondern der Grad der Interaktivität sowie spätere Updates, Übersetzungen und die Pflege im LMS.
  • Vergleichbar werden Angebote, wenn Sie pro fertiger Lernminute kalkulieren und Änderungen, Sprachversionen und Hosting ausdrücklich mit abfragen.
  • Für Pflichtschulungen zählt am Ende der Nachweis: Wer hat wann welchen Kurs abgeschlossen, und wie lässt sich das gegenüber Prüfern belegen?

Inhaltsverzeichnis

Was ein E-Learning mit Videos heute leisten muss

Ein Lernvideo allein ist noch kein E-Learning. Ein gut produzierter Erklärfilm vermittelt einen Sachverhalt in zwei bis drei Minuten verständlich und einprägsam. Damit daraus eine wirksame Schulung wird, braucht es einen didaktischen Rahmen: Lernziele, kurze Wissensabfragen, praxisnahe Fallbeispiele und eine Abschlussprüfung, deren Ergebnis dokumentiert wird.

In der Praxis kombinieren Unternehmen deshalb mehrere Formate:

  1. Erklärfilme und animierte Videos für abstrakte Themen wie Datenschutz, Compliance-Regeln oder IT-Sicherheit, bei denen sich Zusammenhänge mit Realfilm kaum zeigen lassen.
  2. Realfilm und Schulungsvideos für Arbeitsabläufe, Maschinenbedienung, Produktschulungen oder die Begrüßung neuer Mitarbeitender durch die Geschäftsführung.
  3. Interaktive Lernvideos, in denen Lernende an Entscheidungspunkten selbst wählen, wie es weitergeht, und unmittelbar Feedback erhalten. Wie solche Formate aufgebaut sind, zeigt unser Überblick über interaktive Lernvideos für Schulungen.
  4. Microlearning-Einheiten von wenigen Minuten, die sich auf dem Smartphone abrufen lassen, etwa für Mitarbeitende im Außendienst oder in der Produktion ohne festen PC-Arbeitsplatz.
  5. Web Based Trainings (WBT), die Videos, Texte, Grafiken und Quizfragen zu einem vollständigen Kurs verbinden und als SCORM- oder xAPI-Paket in eine Lernplattform eingespielt werden.

Hinzu kommt die Technik im Hintergrund. Damit ein Kurs Abschlüsse, Testergebnisse und Bearbeitungszeiten an das Lernmanagementsystem meldet, muss er in einem Standardformat wie SCORM oder xAPI ausgeliefert werden. Ein reines MP4-Video, das auf einer Intranetseite liegt, liefert diese Daten nicht. Genau hier trennen sich die Anbieter: Manche liefern einen fertigen Film, andere einen vollständigen, messbaren Kurs inklusive Plattform. Was eine Lernplattform dafür mitbringen sollte, erläutert unser Ratgeber zum Lernmanagementsystem.

Agenturen für E-Learning mit Videos im Vergleich

Die folgende Übersicht stellt Anbieter vor, die Unternehmen bei der Suche nach einer Agentur für E-Learning mit Videos in Deutschland häufig finden. Sie beruht auf den Leistungen, mit denen sich die Anbieter selbst präsentieren. Preise veröffentlicht keiner der genannten Anbieter pauschal, da Umfang, Interaktivität und Sprachversionen jedes Projekt unterschiedlich machen. Ein belastbarer Preis entsteht daher erst über ein individuelles Angebot.

Anbieter Schwerpunkt Video-Formate Interaktive Kurse und LMS Geeignet für
Thinkmedia Full-Service für digitale Lernlösungen Erklärfilme, Erklärvideos, Produktvideos, Imagefilme, 3D-Animation Ja: E-Learning-Kurse, eigene Lernplattform, Online Akademie, Zertifikate und Reporting Mittelstand, Konzerne, Behörden, Hochschulen mit Pflichtschulungen und mehreren Standorten
how2 (München) E-Learning-Agentur und Videoproduktion Lernvideos, Video-Marketing Individuelle Lernkonzepte und E-Learning-Formate Unternehmen, die Lernkonzept und Video kombinieren wollen
VOREST AG E-Learning-Weiterbildungen und Lernvideo-Produktion Lernvideos Maßgeschneiderte E-Learning-Lösungen Unternehmen mit Weiterbildungsfokus
Visual Epoché E-Learning-Videos Erklärvideos, Schulungsvideos, Trainingsvideos für den Vertrieb Schwerpunkt auf Video Teams, die vor allem Videos für bestehende Kurse brauchen
QREATE Videoproduktion für E-Learning Schulungsfilme, Erklärfilme, Videos für Webinare und Online-Kurse, 3D-How-To Schwerpunkt auf Video Online-Kurse und Seminare mit kreativem Anspruch
Karacho GmbH Online-Videoproduktion Realfilm mit eigenem Equipment an flexiblen Drehorten Schwerpunkt auf Video Einzelne Schulungsfilme mit Dreharbeiten vor Ort
Die Erklärvideo Agentur Erklärvideos Animierte Erklärvideos, auch für Online-Akademien Schwerpunkt auf Video Einzelne Erklärfilme für bestehende Plattformen

Thinkmedia: Lernvideos, Kurse und Plattform aus einer Hand

Thinkmedia entwickelt seit über 20 Jahren digitale Lernlösungen für Unternehmen, Behörden und Organisationen und hat mehr als 2.000 Projekte für über 900 Kunden umgesetzt. Das Team vereint Didaktik, Storytelling, Design, Filmproduktion, Animation und Softwareentwicklung. Dadurch entstehen Erklärfilme, interaktive E-Learnings, Lernplattformen und komplette Unternehmensakademien in einem Prozess, von der Konzeption über die Produktion bis zu Hosting und Betrieb.

Für Unternehmen, die schnell starten wollen, bietet die Online Akademie fertige Themenbereiche wie Datenschutz (DSGVO), IT-Sicherheit, Arbeitsschutz, Compliance, KI Compliance, ESG und Nachhaltigkeit, Onboarding sowie Produkt- und Vertriebsschulungen. Wer eigene Inhalte benötigt, erhält individuelle E-Learning-Kurse mit eigenen Videos, die sich an Unternehmensvorgaben anpassen lassen. KI-Technologien unterstützen dabei, Inhalte schneller zu entwickeln und effizient zu aktualisieren. Zertifikate, Reporting und zentrale Verwaltung sind Teil der Lösung, was vor allem bei Pflichtschulungen den Unterschied macht.

how2: E-Learning und Video-Marketing in München

how2 aus München beschreibt sich als E-Learning-Agentur, Video-Marketing-Agentur und Produktionsfirma in einem. Das Team besteht nach eigener Darstellung aus E-Learning-Managern, Kreativen und Grafikern. Für Unternehmen, die Lernvideos auch im Marketing einsetzen möchten, kann diese Kombination interessant sein.

VOREST AG: Weiterbildung online

Die VOREST AG wirbt mit über zehn Jahren Erfahrung im Online-Lernen und bietet sowohl E-Learning-Weiterbildungen als auch eine eigene Lernvideo-Produktion an. Der Fokus liegt auf maßgeschneiderten Lösungen für die Weiterbildung.

Visual Epoché und QREATE: Video als Kernkompetenz

Visual Epoché produziert E-Learning-Videos für Branchen wie IT, Consulting und Bildung, darunter Schulungsvideos für Mitarbeitende und Trainingsvideos für den Vertrieb. QREATE positioniert sich mit kurzweiligen, bewusst unkonventionellen Videos für E-Learning, Schulungsfilme, Webinare und Online-Kurse. Beide Anbieter sind eine Option, wenn ein Unternehmen bereits eine Lernplattform und eigene Didaktik-Kompetenz besitzt und vor allem hochwertige Filme sucht.

Karacho und Die Erklärvideo Agentur: Film und Animation

Die Karacho GmbH arbeitet als kleines Team mit eigenem Equipment und dreht an flexiblen Drehorten. Laut Handelsregisterbekanntmachung der IHK Lahn-Dill umfasst ihr Unternehmensgegenstand Konzeption und Produktion von Online-Videos sowie die Beratung zu Videostrategien, der Sitz wurde 2025 von Berlin nach Wetzlar verlegt. Die Erklärvideo Agentur konzentriert sich auf animierte Erklärvideos, die sich auch als Bausteine einer Online-Akademie einsetzen lassen.

Drei Anbietertypen und wann sich welcher lohnt

Hinter den einzelnen Namen stehen unterschiedliche Geschäftsmodelle. Wer den Typ kennt, kann schneller einschätzen, welcher Anbieter zum eigenen Vorhaben passt.

Full-Service-Agentur für digitales Lernen. Konzeption, Didaktik, Videoproduktion, interaktive Kurse, Lernplattform und Betrieb kommen von einem Anbieter. Der Vorteil liegt in einem zentralen Ansprechpartner, einheitlicher Qualität über alle Kurse und einer sauberen technischen Anbindung. Dieser Typ passt zu Unternehmen, die Wissen über mehrere Standorte hinweg standardisieren, Pflichtschulungen nachweisen und Einarbeitungszeiten verkürzen wollen.

Videoproduktion mit E-Learning-Erfahrung. Hier steht der Film im Mittelpunkt. Die Qualität der Bilder ist oft hoch, die didaktische Struktur, Quizfragen, SCORM-Export und die Einbindung in ein LMS gehören aber nicht immer zum Leistungsumfang. Dieser Typ passt, wenn eine interne Personalentwicklung die Kurse selbst baut und gezielt Filmmaterial einkauft.

Erklärvideo-Studio. Animierte Erklärfilme lassen sich schnell und in einheitlichem Stil produzieren. Für einzelne Themen oder Kampagnen ist das effizient. Für einen vollständigen Schulungskatalog mit Prüfungen und Zertifikaten reicht ein Erklärvideo allein jedoch nicht aus.

Unternehmen, die zusätzlich prüfen möchten, ob ein Anbieter auch Plattform und Inhalte gemeinsam liefern kann, finden in unserem Beitrag LMS inklusive E-Learning-Content eine ausführliche Gegenüberstellung.

Drei Anbietertypen und wann sich welcher lohnt — overview diagram

Sieben Kriterien für die Auswahl der richtigen Agentur

Ein überzeugendes Showreel ist ein guter Anfang, aber kein ausreichendes Entscheidungskriterium. Die folgenden Punkte helfen, Angebote sachlich zu vergleichen.

  1. Didaktische Kompetenz. Fragen Sie, wer im Projekt die Lernziele definiert, Inhalte strukturiert und Prüfungsfragen entwickelt. Eine Agentur, die nur filmt, überlässt diese Arbeit Ihrem Team.
  2. Formatvielfalt. Gute Lernlösungen mischen Animation, Realfilm, interaktive Szenarien und kurze Wissensabfragen. Bitten Sie um Referenzen, die genau diese Kombination zeigen.
  3. Technische Einbindung. Klären Sie, ob die Kurse als SCORM- oder xAPI-Paket geliefert werden, ob sie in Ihr vorhandenes LMS passen oder ob die Agentur eine eigene Plattform bereitstellt. Wichtig ist auch, ob Zertifikate automatisch erzeugt werden.
  4. Nachweise und Reporting. Für Pflichtschulungen müssen Sie belegen können, wer wann teilgenommen und bestanden hat. Lassen Sie sich die Auswertungen zeigen, bevor Sie beauftragen.
  5. Mehrsprachigkeit und Lokalisierung. Bei internationalen Teams sind Sprachversionen, Untertitel und angepasste Sprecheraufnahmen ein eigener Kostenblock. Fragen Sie, wie Übersetzungen technisch umgesetzt und gepflegt werden.
  6. Aktualisierung und Betrieb. Vorschriften, Produkte und Prozesse ändern sich. Klären Sie, wie schnell eine Agentur Inhalte anpassen kann, ob dafür ein Servicevertrag vorgesehen ist und was eine Änderung kostet.
  7. Rechte und Eigentum. Halten Sie fest, wer die Rechte an Videos, Quelldateien und Kursen besitzt. Das entscheidet darüber, ob Sie Inhalte später selbst weiterverwenden oder anpassen können.

Wie sich eine Komplettlösung strukturiert bewerten lässt, beschreibt unser Praxisleitfaden zur Evaluierung Schritt für Schritt.

Pflichtschulungen: warum der Nachweis zählt

Ein großer Teil der Lernvideos in Unternehmen dient gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber in § 12, Beschäftigte während der Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen, und zwar bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich sowie bei der Einführung neuer Arbeitsmittel oder Technologien. Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und bei Bedarf regelmäßig wiederholt werden.

Für die Auswahl der Agentur hat das eine praktische Konsequenz: Ein Video, das niemand nachweisbar angesehen hat, erfüllt im Zweifel keinen Zweck. Entscheidend ist, dass Teilnahme und Ergebnis dokumentiert werden und Wiederholungen automatisch angestoßen werden. Ob eine digitale Unterweisung für Ihre konkrete Gefährdungslage genügt oder ergänzend eine praktische Einweisung vor Ort nötig ist, klären Sie am besten mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit. Welche Funktionen eine Plattform dafür braucht, zeigt unser Beitrag zur Plattform für Pflichtschulungen mit Nachweisen.

Ähnlich verhält es sich bei IT-Sicherheit und Datenschutz. Wer Anforderungen aus NIS2 oder ISO 27001 unterstützen möchte, braucht Schulungen, die regelmäßig aktualisiert werden, praxisnahe Szenarien wie Phishing enthalten und detaillierte Auswertungen liefern. Welche Anforderungen im Einzelnen für Ihr Unternehmen gelten, sollten Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragte gemeinsam festlegen, bevor die Inhalte konzipiert werden.

Was E-Learning mit Videos kostet

Pauschalpreise sind in diesem Markt selten, weil Umfang und Anspruch stark schwanken. Ein kurzer animierter Erklärfilm, ein interaktives WBT mit mehreren Lernstunden und eine individuelle Lernplattform sind kaum vergleichbar. Einige Faktoren bestimmen den Preis jedoch in fast jedem Projekt.

Interaktivität. Der Aufwand steigt mit der Tiefe der Interaktion deutlich. Die viel zitierte Erhebung der Chapman Alliance ermittelte durchschnittlich rund 79 Entwicklungsstunden pro fertiger Lernstunde für einfache E-Learnings, etwa 184 Stunden für Kurse mit mittlerer Interaktivität und rund 490 Stunden für simulationsbasierte Lernangebote. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2010 und aus dem US-Markt, die Relation zwischen einfachen und hoch interaktiven Formaten gilt jedoch bis heute als Orientierung.

Entwicklungsstunden je Lernformat im Vergleich

Videoart. Realfilm mit Drehteam, Darstellern und Drehorten verursacht andere Kosten als Animation. 3D-Animation ist aufwendiger als 2D-Erklärfilme, lohnt sich aber, wenn Maschinen, Produkte oder technische Abläufe gezeigt werden müssen, die sich schwer filmen lassen.

Sprachversionen. Jede zusätzliche Sprache bedeutet Übersetzung, Sprecheraufnahmen oder Untertitel, Anpassung von Grafiken und Qualitätsprüfung.

Aktualisierungen und Betrieb. Die Erstproduktion ist oft nicht der größte Posten über die gesamte Laufzeit. Änderungen an Inhalten, neue Sprachversionen, Hosting und die Pflege im LMS summieren sich. Moderne, KI-gestützte Produktionsprozesse können diesen Aufwand deutlich senken, weil sich einzelne Szenen oder Sprachfassungen gezielt austauschen lassen, ohne einen Film komplett neu zu produzieren. Mehr dazu zeigt unser Beitrag zu generativen KI-Lernvideos.

Plattform. Wer bereits ein LMS betreibt, braucht nur Inhalte. Wer eine eigene Lernplattform oder eine Unternehmensakademie aufbauen will, plant zusätzlich Einrichtung, Anpassung an das Corporate Design, Schnittstellen und laufende Servicegebühren ein.

Um Angebote vergleichbar zu machen, empfiehlt es sich, pro fertiger Lernminute zu kalkulieren und die Kosten für Änderungen, zusätzliche Sprachen und Hosting ausdrücklich mit abzufragen. Eine ausführliche Übersicht der Kostenblöcke finden Sie in unserem Beitrag zu den E-Learning-Kosten für Unternehmen.

So läuft ein Projekt mit einer E-Learning-Agentur ab

Der Ablauf unterscheidet sich zwischen Anbietern, folgt bei Full-Service-Projekten aber meist einer ähnlichen Logik.

  1. Analyse und Zielsetzung. Zielgruppen, Lernziele, rechtliche Anforderungen und vorhandene Materialien werden erfasst. Hier entscheidet sich, welche Inhalte als Video, welche als Interaktion und welche als Text umgesetzt werden.
  2. Didaktisches Konzept und Drehbuch. Die Agentur entwickelt Lernpfade, Storyboards und Sprechertexte. Fachabteilungen prüfen die inhaltliche Richtigkeit, bevor produziert wird.
  3. Produktion. Animation, Realfilm, Sprecheraufnahmen und interaktive Module entstehen parallel. Korrekturschleifen sollten vorab klar definiert sein.
  4. Integration und Test. Die Kurse werden als SCORM- oder xAPI-Paket in die Lernplattform eingebunden, Zertifikate und Reporting werden konfiguriert und auf verschiedenen Endgeräten getestet.
  5. Rollout und Kommunikation. Mitarbeitende werden eingeladen, Führungskräfte erhalten Auswertungen über den Fortschritt ihrer Teams.
  6. Betrieb und Aktualisierung. Inhalte werden auf Basis von Auswertungen und neuen Vorgaben angepasst, Sprachversionen ergänzt und Wiederholungsschulungen automatisch zugewiesen.

Je mehr dieser Schritte bei einem Anbieter liegen, desto weniger Schnittstellen müssen Sie intern koordinieren. Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist das oft der entscheidende Effizienzgewinn, weil Schulungsqualität und Nachweise nicht mehr vom einzelnen Standort abhängen.

Unsere Sicht: Das Video ist der Einstieg, nicht das Ziel

Wir erleben in Projekten immer wieder, dass Unternehmen mit dem Wunsch nach einem Lernvideo auf uns zukommen und eigentlich ein anderes Problem lösen wollen: Pflichtschulungen werden nur abgehakt, neue Mitarbeitende brauchen zu lange bis zur vollen Produktivität, oder die Schulungsqualität unterscheidet sich von Standort zu Standort. Ein Film allein löst keines dieser Probleme. Er schafft Aufmerksamkeit und Verständnis, aber erst die Verbindung mit Interaktion, Wissensabfrage und Auswertung macht daraus messbaren Lernerfolg.

Deshalb arbeiten bei uns Didaktik, Storytelling, Design, Filmproduktion, Animation und Softwareentwicklung in einem Team. So können wir für jedes Lernziel das passende Format wählen, statt jedes Thema in dasselbe Videoformat zu pressen. Ein Datenschutzthema funktioniert oft am besten als animierter Erklärfilm mit anschließenden Entscheidungsszenarien, eine Maschinenunterweisung dagegen als Realfilm, ergänzt um 3D-Animation für Details, die man mit der Kamera nicht sieht.

Ebenso wichtig ist der Blick über die Erstproduktion hinaus. Inhalte müssen aktuell bleiben, wenn sich Vorschriften, Produkte oder Prozesse ändern. Modernste KI-Technologien helfen uns, Inhalte schneller zu entwickeln und effizient zu aktualisieren, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen. Unsere Empfehlung an Entscheider lautet daher: Fragen Sie nicht nur, wie gut ein Video aussieht, sondern wie es in zwei Jahren gepflegt wird und wie Sie den Lernerfolg belegen.

— Sebastian Burmester

Lernvideos und E-Learning von Thinkmedia

Thinkmedia begleitet Unternehmen, Behörden und Organisationen von der ersten Idee über Konzeption und Produktion bis zu Hosting und Betrieb. Ob einzelne Erklärfilme aus der Videoproduktion, interaktive Kurse für digitale Unterweisungen und Pflichtschulungen oder eine komplette Unternehmensakademie mit eigener Lernplattform: Sie erhalten alles aus einer Hand, mit einem zentralen Ansprechpartner. Auf der Startseite von Thinkmedia finden Sie Erfolgsprojekte und den direkten Weg zu einem individuellen Angebot.

Häufige Fragen zu E-Learning-Agenturen mit Videoproduktion

Welcher ist der größte E-Learning-Anbieter in Deutschland?

Eine verbindliche Rangliste nach Umsatz oder Projektzahl gibt es für Agenturen, die E-Learning mit Videos entwickeln, nicht. Aussagekräftiger als die Größe sind Erfahrung, Referenzen und Leistungsumfang. Thinkmedia hat in über 20 Jahren mehr als 2.000 Projekte für über 900 Kunden umgesetzt, darunter mittelständische Unternehmen, internationale Konzerne, öffentliche Einrichtungen und Hochschulen.

Wie viel kostet es, ein Erklärvideo erstellen zu lassen?

Der Preis hängt von Länge, Stil, Animationsaufwand, Sprecheraufnahmen und Sprachversionen ab. Ein 2D-Erklärfilm ist in der Regel günstiger als Realfilm oder 3D-Animation. Für einen belastbaren Vergleich sollten Sie Angebote pro fertiger Minute anfragen und Korrekturschleifen sowie spätere Änderungen mit einplanen.

Welche KI kann Erklärvideos erstellen?

Es gibt KI-Werkzeuge, die Sprecherstimmen, Übersetzungen oder Avatar-Videos erzeugen. Sie beschleunigen die Produktion, ersetzen aber weder Didaktik noch fachliche Prüfung. Thinkmedia setzt KI-Technologien gezielt ein, um Inhalte schneller zu entwickeln und effizient zu aktualisieren, und verbindet sie mit redaktioneller und didaktischer Qualitätssicherung.

Brauche ich für E-Learning mit Videos eine eigene Lernplattform?

Nicht zwingend. Wer bereits ein LMS betreibt, kann Kurse als SCORM- oder xAPI-Paket einbinden lassen. Wer noch keine Plattform hat oder Nachweise für Pflichtschulungen zentral verwalten möchte, profitiert von einer Lösung, bei der Inhalte und Lernplattform aus einer Hand kommen.

Quellen

Empfehlungen