Ein kleiner Ausflug zur Geschichte und Bedeutung des Werbevideo

Der Werbefilm wurde Deutschland schon 1896 produziert und geht einher mit der Film- und Kinogeschichte. Die Werbefilme aus jener Zeit waren von der technischen Entwicklung gezeichnet und setzten innovative Zeichen. Grundlegende Techniken wie die Stop-Motion Animation wurden zu jener Zeit entwickelt. Das Werbevideo wurde zum festen Bestandteil der Filmproduktionen. Den Höhepunkt der Entwicklung erreichte der Werbefilm 1928 mit der Einführung des Tonfilms und 1933 mit dem Farbfilm.
 
Wenn es um die Anfänge des Werbefilms geht spielen die Namen Oskar Messter und George Méliès eine große Rolle, beide zählen zu den großen Filmpionieren und sind mit der Geschichte des Films und der Film- und Kinoindustrie in Deutschland eng verbunden. Der erste illustrierte Kinokatalog der Firma Messter von 1897 umfasste 84 Filme. Neben kurzen Spielfilmen, Dokumentaraufnahmen, wissenschaftlichen und technischen Filmen, gab es auch einen Werbefilm „Bade zu Hause“.
 
Der Werbefilm fällt in die Kategorie des Auftragsfilms, dem sogenannten „sponsored film“, der sich durch seine direkte verkaufsfördernde Wirkung beispielsweise von einem Industriefilm unterscheidet, der eher technischen Hintergrund besitzt. Bei einem Werbefilm steht die eindeutige Zweckbestimmung im Vordergrund, den Absatz, Umsatz und Verkauf der beworbenen Produkte zu steigern. Es findet also eine Produktwerbung mittels filmischer Ausdrucksmöglichkeiten statt. Ein Werbefilm ist in der Regel ein kurzer Film, der mit den gleichen Formen filmischer Gestaltungsmitteln wie andere Filmgattungen arbeitet und werbungtreibende Unternehmen als Auftragsgeber hat. Die Werbevideos werden im Kino, Fernsehen, Internet, bei Messen oder Events gezeigt.