Das Comic in Printmedien und Filmen

Comics sind symphatisch, unterhalten  und begleiten uns schon seit Kindertagen. Es sind illustrierte Geschichten, die auf Papier gezeichnet oder in einem Film präsentiert werden. Die Illustrationen sind dabei immer in einer Sequenz angeordnet, aus denen sich eine Story ergibt.

Im Mai 1890 erschien in den USA das erste eigenständige Comic-Heft mit mehreren Geschichten. Das wöchentlich erscheinende Heft hatte acht Seiten Umfang und sensationellen Erfolg. Sieben Jahre später sollte der erste Zeitungscomic folgen, der in der New York Times unter dem Namen „Yellow Kid" erschien. Die amerikanische Ausgabe von Max und Moritz, "Katzenjammer Kids", folgte ebenfalls bald darauf und wird sogar heute noch aufgelegt. In Europa stellt die politische Karikatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts dir Geburtsstunde des Comics dar. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vor allem Frankreich und Belgien als Comic-Nationen populär. Alle bekannten und weltweit beliebten Comicserien wie „Asterix und Obelix“, „Tim und Struppi", „Lucky Luke", ja selbst „Die Schlümpfe" wurden in den Beneluxländern geboren. Eigentlich ist der Ursprung von Comics deutlich älter. Schon die Antike kannte Bildergeschichten, belegt durch Malereien auf griechischen Vasen oder Grabzeichnungen im alten Ägypten - ohne den lustigen Anspruch vieler moderner Comics

In Deutschland bekannte Comic-Zeichner sind Brösel mit seinen beliebten Werner-Comics und Walter Moers. Von dem Comic-Zeichner aus Mönchengladbach stammen „Das kleine Arschloch" und „Käpt’n Blaubär - der Film“. Die aktuelle Comicwelle, Mangas, ist aus Japan nach Europa herüberschwappt. Hier waren sie schon in den 1980er Jahren populär. Manga-Figuren fallen vor allem durch ihre riesengroßen Augen und den kindlichen Körper auf. Das ganze Ambiente ist asiatisch, aufwändig gezeichnet und sehr stimmungsvoll. Mangas gibt es in Buchform oder als Film Produktion. „Sailor Moon" und „Dragon Ball“ sind bekannte Vertreter.

Ob spaßige Superhelden oder Mangas, die meisten Comic-Zeichnungen werden mit Bleistift oder Tusche ausgeführt und anschließend koloriert. Um eine plastische Wirkung zu erzielen, muss der Zeichner seiner Illustration Tiefe geben und sehr detailliert arbeiten. Andere Illustratoren verwenden Filzstifte und nehmen Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop zu Hilfe. Auch für Comicfilme werden zunächst Tausende Zeichnungen angefertigt. Perspektivische Verzerrungen, Figurendynamik und eine realistische Raumdarstellung muss jeder Zeichner beherrschen.

Prinzipiell können Comics alles darstellen, ob komplexe Zusammenhänge für Produkte und Dienstleistungen, Firmengeschichten autobiografische Inhalte, oder Werbebotschaften. Die Grenzen von Comic, ob Film oder Heft, sind noch lange nicht ausgereizt. Auch Comicjournalismus, wie er für die Krisenherde im Nahen Osten verwendet wird, hat noch sehr viel Potenzial. Was man nicht mit Fotos ausdrücken kann, findet in gezeichneter Form eine eigene Darstellungsweise. Schönheit und Ästhetik liegen auch beim Comic im Auge des Betrachters. Immer wieder streiten Fachleute darüber, ob Comics oder filmische Comic Produktionen als Kunst eingestuft werden können oder nicht. Genau wie nicht jedes gemalte Bild Kunst ist, gibt es aber Comics große Qualitätsunterschiede. Tatsächlich sind viele so raffiniert, liebe- und kunstvoll gestaltet, dass sie längst den Weg ins Museum gefunden haben. Ihre Inhalte greifen häufig politisch und gesellschaftlich brisante Themen auf und Ihre aufwändige Machart begeistert Betrachter jeder Zielgruppe.

Wir alle kennen Mickymaus & Co. Bis heute sind sie und andere Helden bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ungebrochen beliebt. von daher sind Comics auch ein beliebtest Stilmittel für die Erstellung von Werbeclips und Erklärfilmen.